1. Deko hinter Glas richtig beleuchten: Die Geometrie der Lichtführung

Der häufigste Fehler bei der Ausleuchtung von Vitrinen ist die frontale Anstrahlung der Objekte. Licht, das im 90-Grad-Winkel direkt auf eine Glasscheibe trifft, erzeugt unweigerlich harte Reflexionen. Der Betrachter sieht im schlimmsten Fall nur das Spiegelbild der LED-Diode, nicht aber das ausgestellte Objekt. Um diese physikalische Barriere zu durchbrechen, nutzen High-End-Möbelmanufakturen eine gezielte, indirekte Lichtführung. Eine Platzierung der Lichtquellen knapp hinter dem Frontrahmen, die im 45-Grad-Winkel nach innen und unten strahlt, eliminiert den Blendeffekt auf der Außenscheibe vollständig.
Zusätzlich erzeugt eine reine Hintergrundbeleuchtung lediglich einen Scherenschnitt-Effekt. Die Objekte wirken zweidimensional und flach. Die architektonische Lösung besteht in einer horizontalen Lichtleiste, die pro Fachboden integriert wird. Dadurch erhält jedes Ausstellungsstück sein eigenes, sanftes Auflicht. Die samtweiche Ausleuchtung nimmt die Kälte des Glases heraus und betont die plastische Form von Skulpturen und Vasen exzellent, ohne den restlichen Raum zu überstrahlen.
Livarea Experten-Tipp:Achten Sie bei der Auswahl der Beleuchtung auf einen Farbwiedergabeindex (CRI) von mindestens 90. Nur so erscheinen die Farbpigmente Ihrer Keramik- oder Buchrücken in ihren natürlichen, unverfälschten Tönen.
Möbel-Tipp für präzise Lichtführung: Das Novamobili Belt Highboard demonstriert diese Geometrie meisterhaft, indem es feine, horizontale Lichtbänder direkt in die Konstruktionsebene integriert und so eine schwebende, völlig blendfreie Präsentationsebene schafft.



































