Latexmatratzen

Neben Federkern und Kaltschaum zählt Latex zu den gängigsten Matratzen-Materialien. Latexmatratzen punkten vor allem durch ihre hohe Anpassungsfähigkeit, die besonderen Hygieneeigenschaften und ihre Langlebigkeit.

 

Aufbau von Latexmatratzen

Bei Latexmatratzen unterscheidet man, ob diese aus Naturlatex oder synthetischem Latex hergestellt werden. Naturlatex ist natürlichen Ursprungs und stammt von dem Kautschukbaum (Hevea brasiliensis). Synthetischer Latex wird aus Erdöl hergestellt. Das Herstellungsverfahren ist vergleichbar mit dem aus Naturkautschuk. Häufig werden Latexmatratzen aus einer Mischung aus Naturlatex und synthetischem Latex gefertigt. Ein höherer Anteil an Naturlatex sorgt für eine bessere Rückstellkraft. Mehr synthetischer Latex garantiert, dass sich die Festigkeit besser beeinflussen lässt.

Eine Latexmatratze verfügt in der Regel über folgenden Aufbau:

  • Eine Latexmatratze hat einen Kern, in dem sich zahlreiche Kanäle befinden. Diese Kanäle entstehen durch die besondere Produktion der Latexmatratze mithilfe von Heizstäben. Die kleinen Kanäle begünstigen zudem eine gute Belüftung.
  • Der Latexkern wird von einem elastischen Stoff umhüllt, der die Anpassungsfähigkeit der Matratze unterstützt.
  • Einige Matratzen aus Latex sind in Schichten aufgebaut. Hier wechseln sich mehrere Schichten aus Kokos-Kautschuk ab. Diese Matratzen zeichnen sich durch eine besonders hohe Festigkeit aus und eignen sich vor allem für Schläfer mit hohem Körpergewicht.
  • Der Matratzenbezug einer Latexmatratze wird in der Regel aus Baumwolle, Schafschurwolle oder Cellulose gefertigt. Der Matratzenbezug nimmt die beim Schlafen entstehende Feuchtigkeit auf und sorgt so für ein angenehmes Schlafklima.

 

Vor- und Nachteile von Latexmatratzen

Positiv hervorzuheben sind die hygienischen und antibakteriellen Eigenschaften von Latexmatratzen. Somit ist diese Matratzenart perfekt für Allergiker geeignet, da sich Milben hier nicht wohlfühlen und Staub sich kaum ablagert.

Auf einer Latexmatratze ruht man außerdem ungestört, denn beim Umdrehen und Bewegen im Schlaf entstehen keine Geräusche.

Dank des weichen, flexiblen Latexkerns passt sich die Latexmatratze an den Körper und den Lattenrost an. Latexmatratzen können in Verbindung mit verstellbaren Lattenrosten genutzt werden. Mit ihrem sehr guten Rückstellungs- und Federungsverhalten eignet sich die Latexmatratze für alle Schlafpositionen. Nicht zuletzt fällt die besonders lange Lebensdauer der Matratze positiv auf.

Vorteile einer Latexmatratze auf einen Blick:

  • für Allergiker geeignet
  • hohe Anpassungsfähigkeit
  • robust und langlebig
  • geräuschfrei Schlafen
  • unterstützt alle Schlafpositionen

Zu den wenigen Nachteilen dieser Matratzenart gehören ihr hohes Eigengewicht und der zumeist hohe Anschaffungspreis.

 

Worauf man achten sollte bei einer Latexmtratze achten

Besonders hochwertige Latexmatratzen bestehen zu einem großen Teil aus Naturlatex. Dieser garantiert eine höhere Punktelastizität und eine bessere Stützfunktion. Beim Kauf einer Latexmatratze sollte nicht nur auf einen hohen Anteil an Naturkautschuk geachtet werden, auch Größe und Härtegrad spielen eine wichtige Rolle.

Grob kann man sagen, dass Personen mit einem Körpergewicht von bis zu 60 kg sich für weiche Matratzen entscheiden sollten, Personen ab 80 kg hingegen für harte. Falls das Gewicht dazwischen liegt, ist ein mittlerer Härtegrad zu bevorzugen.

Gute Pflege ist bei Latexmatratzen für eine lange Lebensdauer sehr wichtig: Man sollte diese Matratzenart daher regelmäßig lüften und bei jedem Wechsel der Bettwäsche wenden.