Gelmatratzen

Gelmatratzen werden immer beliebter. Sie sind sehr langlebig, temperaturneutral und elastisch. Erfahren Sie auf dieser Seite mehr über den Aufbau von Gelmatratzen, ihre Vor- und Nachteile und was Sie beim Kauf dieser Matratzenart beachten sollten. 

Aufbau von Gelmatratzen

Gelmatratzen im eigentlichen Sinne sind Matratzen, die mit einem schweren, zähflüssigen Gel gefüllt sind und von ihrer Funktionsweise her mit Wasserbetten vergleichbar sind. Da sie aber nur wenig Stützkraft bieten, greift man in der Regel auf Matratzen mit einer Schicht aus aufgeschäumtem Gel zurück. Der weiche und anpassungsfähige Gelschaum wird mit einem Kern aus festerem Schaum kombiniert, um für eine optimale Stützwirkung und perfekten Gegendruck zu sorgen.

 Eine Gelschaummatratze besteht aus mehreren Schichten: 

  • eine bis zu 8 cm hohe Gelschaumplatte als oberste Polsterung
  • ein Schaum-Unterbau ergänzt die oberste Polsterung und sorgt für den Gegendruck
  • Bezug

 Gelschaummatratzen und Viscoschaummatratzen haben einiges gemeinsam, unterscheiden sich aber in der Thermoelastizität. Auch bei kühleren Temperaturen bleibt das Material anpassungsfähig und hat eine schnellere Rückstellkraft als Matratzen aus Viscoschaum.

  

Vor- und Nachteile von Gelmatratzen

 

Eine Gelmatratze weist zahlreiche Vorteile auf:  

  • Sie bietet eine perfekte Druckentlastung aufgrund der Reduktion von Druckpunkten. 
  • Die Wirbelsäule wird aufgrund des stabileren Schaumunterbaus gestützt und die Muskulatur so entlastet. Auf Gelmatratzen schläft man nahezu "schwerelos". Daher ist sie die ideale Liegeunterlage für Personen mit Nackenschmerzen und Gelenkbeschwerden. 
  • Eine Gelschaummatratze ist im Sommer und Winter gleich weich und eignet sich somit für Menschen, die sehr kühl oder selbst bei kalten Außentemperaturen mit offenem Fenster schlafen. 
  • Eine Gelmatratze zeichnet sich durch eine extrem hohe Langlebigkeit aus. Bei richtiger Pflege kann sie bis zu 10 Jahre halten. 

  

Nicht geeignet sind Gelmatratzen allerdings für schwerere Personen, die auf dem Bauch schlafen, da es durch das Einsinken und die mangelhafte Stützwirkung der untersten Schicht zu einem Durchhängen des Körpers kommen kann. Außerdem muss zu einer Gelmatratze ein hochwertiger Lattenrost mit engen Leistenabständen angeschafft werden, damit der Schaum nicht in Mitleidenschaft gezogen wird.

 

Worauf man bei einer Gelmatratze achten sollte

 

Wenn man eine qualitativ hochwertige Gelmatratze kaufen möchten, sollte man auf einige Punkte achten. Beispielsweise auf das Raumgewicht der Schäume, die in der Matratze enthalten sind. Eine gute Gelschaummatratze verfügt über eine Gelschaumplatte im Raumgewicht 50 und einen Schaumkern, der mindestens Raumgewicht 25 hat. 

Da der Nutzer einer Gelmatratze in die Gelschaumschicht einsinkt, muss die darunterliegende Schaumschicht ausreichend hoch sein, damit eine gute Stützwirkung gewährleistet ist. Die Matratze sollte daher mindestens 15 cm hoch sein. 

Vor der Anschaffung einer Gelmatratze sollten verschiedene Modelle getestet werden, damit genau die Matratze gefunden wird, die ein ideales Liegegefühl bietet. Je höher die Polsterung aus Gelschaum ist, desto tiefer sinkt man beim Schlafen ein und desto weicher liegt man.